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Christoph Neubert

Fake Shops – oder wenn der Einkauf im Internet zum Alptraum wird

Auch wenn uns das Wetter nicht recht in besinnliche Stimmung bringen will, Weihnachten steht vor der Tür. Egal, ob Sie zu denen gehören, die gut vorbereitet und rechtzeitig mit der Geschenksuche beginnen oder aber zu denen, die auf den letzten Drücker das Richtige suchen. Das Internet ist für immer mehr Deutsche die erste Anlaufstelle für den Geschenkekauf.

Das Problem: Das Angebot an Online-Shops umfasst nicht nur die seriösen Anbieter, sondern auch so genannte "Fake-Shops". Eine eindeutige Definition des Begriffs ist schwer, da es mehrere Ausprägungen gibt:

  • Der Shop bietet gefälschte Markenprodukte an
  • Der Shop liefert nach Bestellung nichts
  • Der Shop ist eine Kombination aus beidem und verkauft zudem die Zahlungsverkehrsdaten an Dritte weiter, um weiteren Betrug zu begehen

Gleich ist bei allen Fake-Shops, dass es sich meist um begehrte und populäre Markenware handelt, die zu einem extrem günstigen Preis angeboten wird, den Sie sonst im Internet kaum finden.

Bevor Sie die Freude am Online-Shopping verlieren: Fake-Shops sind ein Ärgernis, meist aber auch zu entlarven, wenn Sie mit offenen Augen unterwegs sind. Achten Sie auf folgendes:

  • Was sagen andere: Wenn Sie bei einem Ihnen unbekannten Shop einen einzigartigen Preis für den gesuchten Artikel finden, dann seien Sie extrem kritisch und prüfen Sie nach, was andere User im Internet über den Shop schreiben. Häufig finden sich schnell negative Bewertungen, die den Fake-Shop entlarven.
  • Wer steckt dahinter: Suchen Sie auf der Homepage nach dem Impressum. Dieses sollte immer den Namen des Shops sowie dessen Adresse enthalten. Außerdem eine Umsatzsteuernummer und Kontaktdaten. Seien Sie gerade beim Kontakt aufmerksam, da merkwürdige Endungen der Mailadresse oftmals ein Indiz sind.
  • Wie wirken die Details: Schauen Sie sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Shops an. Diese muss jeder Shop aufweisen. Bei Shops, die eigentlich aus Deutschland kommen, sind AGB auf Englisch oder sehr schlecht übersetzt, oft auch ein klares Anzeichen für Fake-Shops.
  • Wieviel kostet es woanders: Prüfen Sie ein sensationelles Angebot immer nochmals über ein Preisvergleichsseite. Sie erhalten so schnell ein Gefühl für einen realistischen Preis. Denken Sie immer daran: Niemand hat etwas zu verschenken.
  • Wie können Sie bezahlen: Vorsicht bei Vorkasse. Ist diese Zahlungsmöglichkeit die einzige, die der Händler bietet, spricht vieles für Betrug. Ein seriöser Händler bietet Ihnen im Normalfall diverse Zahlungsmethoden an, mindestens Lastschrift oder Kreditkartenzahlung.  

Wenn Sie die oben genannten Punkte beherzigen, können Sie recht sicher im Internet einkaufen und Ihre Lieben zu Weihnachten überraschen. 

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